Zusammenfassung Vortrag

Meditation–Gebet–Autogenes Training–Hypnose-Intuition

Gebet

Das Gebet (abgeleitet von dem deutschen Substantiv Bitte) bezeichnet eine zentrale Glaubenspraxis vieler Religionen. Es ist eine verbale oder nonverbale, rituelle Zuwendung an Gott, Gottheit, Göttin.

Allgemeine Bedeutung

und somit eine ganzheitliche Änderung zum Guten zu bewirken.

Gebetet werden kann im Gottesdienst, in einer Gruppe oder allein. Ganze Gottesdienste können als Gebet verstanden werden, wie der jüdische Gottesdienst am Shabbat in der Synagoge, die Eucharistiefeier der katholischen und orthodoxen Kirche, das christliche Stundengebet oder das Freitagsgebet der Muslime. Viele Religionen kennen festgesetzte Gebetszeiten.

Gebete können gesungen, laut ausgesprochen oder im Stillen für sich formuliert werden. Es gibt dabei je nach Religion und Konfession unterschiedliche Körperhaltungen und Gesten: stehen, knien, niederwerfen, den Kopf senken, die Hände erheben oder falten. Im Zusammenhang mit Gebeten werden oftmals Symbole oder Hilfsmittel verwendet, wie Gebetsketten, Kruzifixe oder Ikonen.

Gebetsinhalte

Im Gebet tritt der Betende in Kontakt mit Gott. Für ihn ist es ein Zwiegespräch, und er vertraut darauf, dass Gott weiß, was der Betende benötigt. Das Gebet kann Lobpreis und Anbetung, Dank und (Für)-Bitte beinhalten. Der Bittcharakter bildet oft nur einen Aspekt des Gebetes. Gebetsinhalte sollten keine oberflächlichen Bitten um vordergründig bequeme Dinge sein, die man sich gerade wünscht. Auch kann man nicht um Nachteile für andere beten. Der Beter nimmt seine Verantwortung für die Mitmenschen ernst, obwohl er sich seiner Grenzen bewusst ist. Und damit die Fürbitte nicht zur leeren Floskel wird, muss er Partei ergreifen, auch wenn es um die großen Themen der Welt heute geht (Friede, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung). Insofern hat Fürbitte eine politische Funktion.

Autogenes Training

Das autogene Training ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik. Es wurde vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose entwickelt. Heute ist das autogene Training eine weit verbreitete und anerkannte Psychotherapiemethode.

Die Methode

Die ursprüngliche zur Psychotherapie erdachte Methode wird heute oft von Gesunden angewendet zur Erhöhung der Lebensqualität, zur Besserung sportlicher Leistungen, des Lernens, zur Verbesserung der Managementfähigkeiten usw. Sie entstand aus Beobachtungen, die Schultz bei der Hypnoseforschung machte. Schultz nannte sein Verfahren »konzentrative Selbstentspannung«, weil die Entspannung der Muskulatur die Grundlage seiner Psychotherapiemethode ist. Die Ruhe entsteht Schultz zufolge durch die Muskelentspannung und die dem Gehirn mitgeteilte Meldung: „in der Peripherie herrscht Ruhe“. Man kann also auch von einer Körpertherapie sprechen, weil der Beginn und die Grundlage die zuerst körperlichen Veränderungen der Muskel- und Gefäßspannung sind. Grundsätzlich ist auch die Bezeichnung »Selbsthypnose« richtig, denn beim autogenen Training versetzt sich der Übende durch Autosuggestion selbst in den »umgeschalteten« Zustand. Unter Umschaltung versteht Schultz das Schalten vom normalen Wachzustand zu einem veränderten, hypnotischen Bewusstseinszustand. Diese Umschaltung muss – außer vor dem Schlafengehen – immer ganz exakt zurückgenommen werden.

Stufen und Anwendungsbereiche

In der Praxis wird vorwiegend die Grundstufe angewendet, die auch psychotherapeutisch wirksam ist. Angebotene Ausbildungen dauern etwa 1600-1800 Stunden. Angewendet wird das autogene Training heute vorwiegend im deutschsprachigen Raum, in Frankreich, Italien, Großbritannien, und in anderen Ländern bis nach Russland.

Anwendungsbereiche des autogenen Trainings sind für den Gesunden vor allem der Sport, Managerschulung, Vorbeugung des Burnout-Syndroms, Lernprobleme usw.

Die Grundstufe - früher Unterstufe genannt - wendet sich an das vegetative Nervensystem, die Oberstufe an das Unbewusste. In einer Mittelstufe kann mit der sogenannten formelhaften Vorsatzbildung das Verhalten beeinflusst werden.

Die Grundstufe besteht aus sechs Übungen:

  • Erleben der Schwere
  • Erleben der Wärme
  • Herzregulierung
  • Atmungsregulierung
  • Bauchwärme
  • Stirnkühlung
  • Wesentlich ist, dass alle diese Erlebnisse »autogen« bleiben, also grundsätzlich jeder sein eigenes Erleben hat. Etwa 65 % erleben zum Beispiel die Schwerevorstellung wenigstens anfangs auch als Gefühl der Schwere.

In der Mittelstufe kann man zum Beispiel meist eine gute Beruhigung erzielen, wenn man die formelhafte Vorsatzbildung: „ich bleibe ruhig und gelassen“ verwendet.

Die Oberstufe, schon von Schultz psychoanalytisch konzipiert, wird in verschiedenen Formen als Therapie angewendet.

Übungen der Grundstufe

Das autogene Training wird meistens in Gruppen-, seltener in Einzelsitzungen, unter Anleitung eines Arztes, Psychologen oder eines sonstig Fachkundigen (siehe oben) innerhalb von 6-8 Wochen erlernt. Im Selbststudium kann man die Formeln des autogenen Trainings erlernen, aber nicht das autogene Training, da dazu der Trainer unerlässlich ist. Während der Übung soll es für den Trainierenden immer bequem und möglichst angenehm sein. Man sollte wenigstens einmal täglich liegend und einmal täglich sitzend trainieren. Die möglichen Haltungen sind:

  • Droschkenkutscherhaltung
  • Sitzhaltung auf einem Stuhl
  • Sitzhaltung mit Armlehnen
  • Sitzhaltung mit Armlehnen und Kopfauflage
  • Liegehaltung
  • Schreibtischhaltung

Intuition

Die Intuition - betrachten, erwägen, eigentlich: angeschaut werden, daher auch passiver Sinn von Eingebung, ahnendes Erfassen; ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen, zu erlangen. Intuition ist ein Teil kreativer Entwicklungen. Der die Entwicklung begleitende Intellekt führt nur noch aus oder prüft bewusst die Ergebnisse, die aus dem Unbewussten kommen.

Allgemeine Aspekte der Intuition sind:

  • Eine Möglichkeit, auf Anhieb eine gute Entscheidung treffen zu können, ohne die zugrunde liegenden Zusammenhänge schnell zu verstehen. Umgangssprachlich „aus dem Bauch“ („Bauchgefühl“), spontan, oft auch wenn bestimmte Gründe vorliegen, die eine andere Entscheidung nahe legen.
  • Die schnelle eingebungsmäßige Einsicht in Zusammenhänge und ihre Erkenntnis ohne bewusste rationale Ableitung oder Schlüsse, sowie auch das Entstehen neuer Erfindungen und Ideen. Die Fähigkeit, Eigenschaften und Emotionen in Sekundenbruchteilen unbewusst oder bewusst komplex und instinkthaft zu erfassen. Entwicklungsgeschichtlich eine Einstellung, die der Unterscheidung von Freund und Feind dienen muss (evtl. Kampf- oder Fluchtreaktion).
  • Die unbewussten Gründe für eine bestimmte Entscheidung.
  • Indirekt der gesunde Menschenverstand. Intuition hat einen engen Zusammenhang mit der »inneren« Logik der Gegebenheiten und mit früheren Erfahrungen.
  • Der Geistesblitz. Eine besondere Form der Intuition ist der Geistesblitz, bei dem unerwartet ein neuer Gedanke entsteht.

Psychologie

In der Psychologie des Carl Gustav Jung ist die Intuition eine von vier psychologischen Grundfunktionen, die eine Wahrnehmung zukünftiger Entwicklungen mit all ihren Optionen und Potenzialen ermöglicht. Sie wird meist als instinktives Erfassen oder als gefühlsmäßige Ahnung wahrgenommen. Die konkrete Intuition vermittelt Wahrnehmungen, welche die Tatsächlichkeit der Dinge betreffen, die abstrakte Intuition vermittelt dagegen die Wahrnehmung ideeller Zusammenhänge. Beim intuitiven Charakter-Typus nach Jung kommt es häufig zu einer Verschmelzung mit dem kollektiven Unbewussten.

Intuition wird als ein Synonym für emotionale Intelligenz gesehen.

Evolution und kollektives Unbewusstes

Jung übernahm zwar aus der Psychoanalyse die Begriffe Bewusstsein und Unbewusstes, differenzierte aber letzteres in ein persönliches Unbewusstes und das kollektive Unbewusste. Das kollektive Unbewusste postuliert Jung als Lagerstätte des psychischen Erbes der Menschheitsgeschichte, welches sich, ähnlich wie der biologische Körper, durch die Evolution hindurch entwickelt habe und von verschiedenen Erfahrungen geprägt worden sei. Alles, was irgendwann einmal von der individuellen Psyche eines Menschen ausgedrückt wurde, werde zu einem Bestandteil der psychischen Grundkonstitution eines Menschen – und ebenso auf einer kollektiven Ebene zu einem Bestandteil der ganzen Gattung und damit zu einem Bestandteil des kollektiven Unbewussten. Hinsichtlich der von Sigmund Freud beschriebenen Struktur des Über-Ichs räumt Jung ein, dass er „in späteren Arbeiten“ seine Grundansicht revidierte und dass sein Über-Ich das „dem Individuum teils bewusste, teils unbewusste und verdrängte Kollektivbewusstsein“ bezeichne. Das kollektive Unbewusste ist nach Jung überindividuell und kulturunabhängig und wird anhand interkultureller Vergleiche in Mythen, Magie und Märchen studiert.

Kognition

Als grundlegende menschliche Kompetenz verstanden, ist Intuition die zentrale Fähigkeit zur Informationsverarbeitung und zur angemessenen Reaktion bei großer Komplexität der zu verarbeitenden Daten. Sie führt sehr oft zu richtigen bzw. optimalen Ergebnissen. Es gibt zwei verschiedene Stufen der Intuition: Die Gefühlsentscheidung und die auf Verstand beruhende Intuition (Inkubation). Dabei werden die Informationen unbewusst verarbeitet und das Bewusstsein wird „eingeschaltet“, wenn das Unterbewusstsein auf eine Lösung stößt. Intuition bedeutet nicht unbedingt eine sofortige Lösung, oft hilft es, „eine Nacht darüber zu schlafen“.

Andererseits deuten neue Forschungsergebnisse darauf hin, dass man mit der Intuition manchmal − und nicht zuletzt in komplexen Situationen − zu besseren Entscheidungen kommt als mit dem bewussten Verstand. Die Theorie dahinter: Das Unbewusste ist in der Lage, weitaus mehr Informationen zu berücksichtigen als das Bewusstsein, das zwar sehr präzise ist, jedoch mit nur wenigen Informationen zurechtkommt.

Channeling

Als Channeling oder Channeln wird der Vorgang bezeichnet, dass eine Person als Channel (Vermittler oder Medium) für die Übertragung von Informationen fungiert. Die Quellen, von denen diese Informationen oder Botschaften stammen, sind zumeist höhere, nicht verkörperte Wesen wie Gott, Jesus, Engel, antike Gottheiten, das kollektive Unbewusste oder Naturgeister, in anderen Fällen auch Außerirdische oder gewisse Tiere (Delfine und andere Wale), sogenannte Aufgestiegene Meister und Ladies. Oft, aber nicht immer, befindet sich das Medium dabei in Trance. Die Botschaften werden zumeist mündlich wiedergegeben, seltener durch das Medium selbst niedergeschrieben. Sie sollen der Vermittlung von Wissen dienen und Anleitungen zum Handeln geben.

Hypnose

Als Hypnose werden bezeichnet:

das Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance (Trance ist gekennzeichnet durch vorübergehend geänderte Aufmerksamkeit und meist tiefe Entspannung).

Eine hypnotische Trance wird mittels Hypnose induziert (Induktion), der Proband befindet sich in Hypnose oder in einer hypnotischen Trance. Zur Beendigung wird die Trance aufgelöst bzw. exduziert (Exduktion), der Hypnotisand wacht auf. Im Rahmen der Hypnose werden dem Probanden ggf. verbale Anweisungen, sog. Suggestionen, gegeben, die direkt auf das Unbewusste wirken sollen.

Suggestionen, die auch nach Auflösung der Hypnose noch wirksam sein sollen, werden als posthypnotische Suggestionen bezeichnet. Unter posthypnotischer Suggestion treten messbare Veränderungen der Informationsverarbeitung im Gehirn auf.

Geschichte der Hypnose

Hypnose wurde wahrscheinlich schon in der Frühzeit des Menschen verwendet. Auch wenn es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, lassen sich Berichte über kultische Handlungen oder Dinge aus dem Schamanismus durchaus mit Hypnose in Form der Selbst- oder Fremdsuggestion erklären. Es ist zu vermuten, dass Hypnose eher zufällig entdeckt wurde und ihren Ursprung in meditativen und kultischen Handlungen religiösen Hintergrundes haben dürfte.

Hypnotisierbarkeit

Die Frage, wie stark jemand hypnotisierbar ist, spielt in der Hypnoseforschung eine zentrale Rolle. Ein Unterschied besteht von Mensch zu Mensch im Grad der erreichten Trancetiefe, die situationsbedingt verschieden sein kann. Etwa zehn Prozent der Menschen sind sehr leicht hypnotisierbar. Praktisch nicht hypnotisiert werden können oder dürfen nur rund fünf Prozent. Blinde oder gehörlose Menschen gelten als bedingt hypnotisierbar.

Einleitung der hypnotischen Trance - Tranceinduktion

Den Hypnosetechniken ist gemeinsam, dass sie das Bewusstsein mit wenig aufmerksamkeitsfordernden Tätigkeiten beschäftigen. Auf diese Weise verliert das Bewusstsein seine beherrschende Stellung, das Unbewusste wird direkt ansprechbar. Welche Suggestionen oder Methoden am besten geeignet sind, ist vom Probanden und von den näheren Umständen abhängig.

Förderlich bis notwendig sind für die Induktion Sicherheit und Geborgenheit, beides kann auch suggeriert werden, Musik kann ebenfalls helfen. Die Suggestionen werden meist wiederholt oder enthalten selbst Wiederholungen, auch Monotonie wirkt hypnotisierend. Die Körperhaltung ist eigentlich egal, jedoch sollte sich der Proband entspannen können.

Üblicherweise wird Entspannung. Eine andere Herangehensweise ist das Angleichen von normalerweise unbewusst ablaufenden Prozessen (z. B. Atmung oder Lidschlag) an die Suggestionen. Die Trance kann nach Belieben vertieft werden, wenn der Proband keine unbewussten Widerstände gegen eine Vertiefung der Trance leistet.

Direkte Methoden

Direkte Methoden basieren im Kern auf Aufmerksamkeitsabsorption bzw. Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine Sache. Hierzu können nahezu alle Sinne eingesetzt werden.

Bekannt ist die Augenfixation, bei der das „Anstarren“ eines Objekts die Augenmuskeln ermüdet und die Neigung, in Trance zu gehen, verstärkt. Durch den Einsatz von Karten mit Komplementärfarben, die betrachtet werden, wird die Augenfixation verstärkt. Mit akustischer Unterstützung arbeitet die Augen-Zähl-Methode. Der Hypnotiseur zählt von hundert rückwärts und fordert den Probanden auf, bei geraden Zahlen die Augen zu schließen und bei ungeraden zu öffnen.

Weiterhin können Anweisungen und akustische Elemente eingesetzt werden. Letzteres sind überwiegend gleichförmige und beruhigende Klänge oder auch Musikstücke. Anweisungen stellen in der Regel die zentrale Form der Tranceinduktion dar.

Wichtig ist neben dem Einverständnis des Probanden über den Einsatz einer direkten Induktionsmethode auch die positive Einstellung und Erwartung gegenüber der gewählten Methode. Auch das entstehende autoritäre Beziehungsmuster muss der Proband wünschen oder zumindest akzeptieren. In diesem Beziehungsmuster hat der Hypnotiseur die vorgebende und dominierende Rolle, während der Proband eine passive, sich unterordnende Rolle innehat.

Auflösung der Trance

Jede hypnotische Trance bedarf der Auflösung. Dazu wird mithilfe von Suggestionen der ursprüngliche Bewusstseinszustand wiederhergestellt. Sonstige gegebene Suggestionen müssen durch entsprechende Gegensuggestionen aufgehoben werden. Die Auflösung geht normalerweise schneller vonstatten als die Einleitung, sollte jedoch niemals überstürzt vorgenommen oder gar vernachlässigt werden. Wenn dem Organismus nicht genügend Zeit für die Umstellung gegeben wird, um etwa die Tätigkeit des Herz-Kreislauf-Systems wieder auf Normalwerte zu regulieren, kann es beispielsweise zu Kopfschmerzen kommen.

Spontane Auflösung

Wenn von außen Reize auf den Hypnotisanden einwirken, die einen Schock bei ihm auslösen (z. B. Feueralarm), wird dieser von selbst aus der Trance erwachen. Bei einer unbeabsichtigten bzw. ungewollten Auflösung kann eine Nachbearbeitung durch den Hypnotiseur indiziert sein, um leichteren Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen vorzubeugen. Nach einem unangekündigten längeren Zeitraum ohne Suggestionen wird die Trance automatisch in Schlaf übergehen; aus diesem wird der Hypnotisand auch ganz normal erwachen.

Anwendungsgebiet Gesundheit

Hypnotherapie

Hypnose findet in der Hypnotherapie Anwendung. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich gut belegt mit den Methoden der Kernspinresonanztomographie (MRT) und der Elektroenzephalographie (EEG). Bereits wenige Sitzungen können deutliche Veränderung bewirken; entsprechend vielseitig werden die Hypnose und ihre Techniken in der Therapie verwendet.

Man kann sie beispielsweise zur Behandlung von Depressionen, Suchtkrankheiten, Sprechstörungen, zur Steigerung des Selbstwertgefühls, zum Stressabbau oder bei Schlafstörungen einsetzen. Auch bei der Behandlung von chronischen Schmerzen in Verbindung mit einem verhaltenstherapeutischen Kurzprogramm konnte Reduzierung der Schmerzstärke nachgewiesen werden.

Selbsthypnose

Wird die Trance ohne Fremdhilfe induziert, wird von Selbsthypnose gesprochen. Selbsthypnose ist nicht schwieriger zu erreichen, als von einem Gegenüber hypnotisiert zu werden. Jedoch ist keine so tiefe Trance erreichbar, da ein Teil des Bewusstseins mit der äußeren Struktur der Hypnose beschäftigt ist.

Leerhypnose

Bei einer Leerhypnose werden nach der Einleitung keine Suggestionen mehr gegeben, bis die Trance aufgelöst wird oder von selbst in Schlaf übergegangen ist. Es wird lediglich der entspannende Zustand genossen.

Mit Meditation ist eine Hypnose aber nicht vergleichbar, denn Hypnose findet im Zustand der Bewusstseinseinengung statt, während in der Meditation auch ein erweitertes Bewusstsein geübt wird.

Hypnotische Trance

Hypnotische Trance ist eine Form der Trance, bei der man durchaus fähig sein kann, sich willentlich zu bewegen und meist zusammenhängende Worte von sich gibt. Sie wird durch Hypnose eingeleitet.

Zustand der Trance

In diesem Zustand sind sowohl die Ansprechbarkeit des Unbewussten als auch die Konzentration auf eine bestimmte Sache stark erhöht, die Kritikfähigkeit des Bewusstseins in gleichem Maße reduziert. Dadurch können bestimmte Phänomene verstärkt oder überhaupt erst wahrgenommen werden, wie beispielsweise Änderungen des Bewusstseins und des Gedächtnisses, Kontrolle des vegetativen Nervensystems, vermehrte Empfänglichkeit für Suggestionen sowie für normales Bewusstsein ungewöhnliche Reaktionen und Vorstellungen. Der Zustand der Hypnose ähnelt natürlichen, spontan auftretenden Zuständen, die man vor allem beim Einschlafen und Aufwachen sowie bei Tagträumen, konzentriertem Lesen eines Buches oder Schauen eines Films erleben kann.

Der Bewusstseinszustand unter Hypnose ist jedoch ein besonderer Wachzustand des Unbewussten während das Bewusstsein ruht und weder mit dem des Schlafes noch mit dem des normalen Wachseins gleichzusetzen.

Stadien der Trance

Welche Phänomene auftreten können, ist von der Hypnosetiefe und vom Hypnotisanden selbst abhängig. In der Praxis unterscheidet man folgende Hypnosetiefen:

Leichte Trance

Die Aktivität des Bewusstseins unterscheidet sich hier noch kaum vom Wachzustand. Es werden einfache und logische Suggestionen angenommen und man kann eine beginnende Entspannung der Muskulatur beobachten. Regressions- und analytische Arbeit sind möglich.

Mittlere Trance

Die Entspannung vertieft sich, der Körper wird partiell empfindungslos, das Wachbewusstsein ist kaum noch aktiv. Es werden alle Suggestionen angenommen, die nicht der Persönlichkeit des Probanden zuwiderlaufen, auch totale Schmerzlosigkeit ist möglich.

Tiefe Trance

Dieser Zustand stellt sich als vollkommene Entspannung mit praktischem Verlust der Kritikfähigkeit des Wachbewusstseins dar. Es werden auch Suggestionen angenommen, die unlogisch und realitätsfremd sind, partielle Amnesie ist möglich, Halluzinationen können erfolgreich suggeriert werden.

Trancephänomene

Im Verlauf einer Trance können unterschiedliche Phänomene auftreten. Klassische Trancephänomene sind:

Zeitverzerrung (verlangsamte oder beschleunigte Zeitwahrnehmung)

erhöhte Suggestibilität und Lernfähigkeit

Aufhebung gedanklicher Beschränkungen

vernetztes Denken (gleichzeitige Verarbeitung von Inhalten auf mehreren Ebenen)

positive und negative Halluzination (nicht Vorhandenes wahrnehmen oder Vorhandenes nicht wahrnehmen)

Amnesie und Hypermnesie (Fehlendes und erhöhtes Erinnerungsvermögen)

Altersregression und -progression (Wiedererleben einer früheren Lebensalters bzw. Imagination eines zukünftigen Zustands)

veränderte Körperwahrnehmung in Form Schmerzfreiheit, Gefühllosigkeit, erhöhte oder verringerte Empfindlichkeit

ideomotorische Bewegungen (unwillkürliches Zucken, Armlevitation, automatisches Schreiben, u. a. m.)

Körperstarre bzw. erhöhte oder verringerte Muskelspannung

Abkoppelung und Neuverknüpfen, Ankern von Sinneswahrnehmungen, Emotionen, Wissens- und Vorstellungsinhalten, Erinnerungen sowie einzelnen körperlichen und seelischen teilweise Dissoziation, bei der das abgekoppelte körperliche bzw. geistig-seelische Erleben als fremd wahrgenommen wird und eine völlige Dissoziation, bei der es nicht mehr wahrgenommen bzw. erinnert wird .

Ritual

Ein Ritual ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten Gesten begleitet und kann religiöser oder weltlicher Art sein (z. B. Gottesdienst, Begrüßung, Hochzeit, Begräbnis, Aufnahmefeier usw.). Ein festgelegtes Zeremoniell (Ordnung) von Ritualen oder rituellen Handlungen bezeichnet man als Ritus.

Rituale sind ein Phänomen der Interaktion mit der Umwelt und lassen sich als geregelte Kommunikationsabläufe beschreiben. Sie finden überwiegend im Bereich des menschlichen Miteinanders statt, wo rituelle Handlungsweisen durch gesellschaftliche Gepflogenheiten, Konventionen und Regeln bestimmt und in den unterschiedlichsten sozialen Kontexten praktiziert werden können (Begegnungen, Familienleben, Veranstaltungen, Feste und Feiern, religiöse Kulte und Zeremonien usw.).

Ein Ritual ist normalerweise kulturell eingebunden oder bedingt. Es bedient sich strukturierter Mittel, um die Bedeutung einer Handlung sichtbar oder nachvollziehbar zu machen oder über deren profane Alltagsbedeutung hinaus weisende Bedeutungs- oder Sinnzusammenhänge symbolisch darzustellen oder auf sie zu verweisen.

Indem Rituale auf vorgefertigte Handlungsabläufe und altbekannte Symbole zurückgreifen, vermitteln sie Halt und Orientierung. Das Ritual vereinfacht die Bewältigung komplexer lebensweltlicher Situationen.. Auf diese Weise erleichtern Rituale den Umgang mit der Welt, das Treffen von Entscheidungen und die Kommunikation. Durch den gemeinschaftlichen Vollzug besitzen viele Rituale auch einheitsstiftenden und einbindenden Charakter und fördern den Gruppenzusammenhalt.

Trance

Unter einer Trance versteht man einen schlafähnlichen Bewusstseinszustand, aber auch einen höchst konzentrierten Bewusstseinszustand, bei dem man intensiv mit einer Thematik beschäftigt ist.

Spirituelle Trance: Diese Form der Trance kann sich in vielen verschiedenen Ausprägungen zeigen. Manchmal ist derjenige unfähig, sich willentlich zu bewegen, manchmal tanzt er sogar oder führt rhythmische Bewegungen aus. In vielen Religionen wird die Trance als Mittel angesehen, um mit der spirituellen Welt, (mit Gott, Geistern oder anderen spirituellen Wesen oder spirituellen Orten) in Kontakt zu kommen und so Botschaften oder Erkenntnisse zu erlangen. Für Orakel wurde die weissagende Person manchmal mit Drogen in diesen Zustand gebracht. Das geschieht teilweise heute noch, z.B. bei den afro-brasilianischen Religionen oder dem Voodoo. In der Magie wird häufig auch eine Trance herbeigeführt, um bestimmte Praktiken durchzuführen.

Hypnotische Trance: In dieser Form der Trance kann man durchaus fähig sein, sich willentlich zu bewegen und sinnzusammenhängende Sätze zu sagen. Als Besonderheit gilt hier die "Wachhypnose", in der man sich zwar in einem tranceähnlichen Zustand befindet, und sogar ein Rapport besteht, man aber trotzdem anscheinend hellwach ist und sich auch so verhalten und bewegen kann, so dass für ungeübte Augen kein Unterschied zum normalen Wachzustand erkennbar ist. Die Trance besteht hier unterschwellig und beeinträchtigt das Wachbewusstsein nicht.

Drogeninduzierte Trance: In dieser Form der Trance kann man durchaus fähig sein, sich willentlich zu bewegen, und sinnzusammenhängende Sätze wiederzugeben. Oft ist diese Art von Trance von Halluzinationen begleitet. Ausgelöst wird diese Form der Trance durch sog. Halluzinogene u.a LSD, Meskalin, Psilocybin, Psilocin und andere Stoffe.

Schmerzinduzierte Trance: sehr starker Schmerz, der zu Trance führt. Diese Form der Trance wird entweder durch Verletzungen und Unfälle ausgelöst oder durch schmerzhafte Riten (Aschura, Sonnentanz, „Lustschmerz. Der Hospitalismus in starker Ausprägung kann ebenfalls ein Auslöser sein. Dabei werden körpereigene Drogen (Endorphine) ausgeschüttet, welche die Schmerzempfindlichkeit herabsetzen und zur Trance führen. Die schmerzinduzierte Trance ist erst wenig untersucht.


Viele Möglichkeiten, eine Trance zu erzeugen, basieren auf der mehrfachen, schleifenartigen Wiederholung eines Reizmusters. Neben den erwähnten Wegen - Hypnose, Drogen und Schmerzen - gibt es viele Möglichkeiten, um eine Trance auszulösen. Die meisten stützen sich auf sprachliche und rhythmische Sinnesreize und Bewegungen wie Trommelmusik, Tanzen, Gesänge, Lichtblitze, Mantra, sich wiederholende sprachliche Beeinflussung etc. Hier wird auch die Verbindung mit der Trancemusik deutlich, die sich eben durch durchgängige Rhythmen und - in der Disco - durch visuelle Stimulation auszeichnet. Diese Reizmuster können verschiedenster Art sein. Trommelrhythmen bestehen aus einzelnen Tönen, welche zusammen ein Thema bilden. Durch Wiederholung und Abwandlung kann die Trance gesteuert werden. Dieses Phänomen gibt es nicht nur bei Trance-Musik, sondern bei allen Arten von Musik. Gleiches gilt natürlich auch für Melodiefiguren, Bewegungsabläufe oder Mantras. Auch optische Reizmuster eignen sich gut für die Erzeugung einer Trance. Angewendet wird dieser Effekt wie bereits erwähnt auch bei Lichteffektanlagen auf Konzerten oder in Diskotheken. Wichtig ist hierbei immer die mehrfache Wiederholung des Reizmusters. Die Trance wird mit einer höheren Anzahl von Wiederholungen tiefer.

Trancezustände treten ziemlich häufig und oftmals unbemerkt bei allen Menschen auf. Manchmal genügt schon ein monotones Geräusch wie etwa das einer Maschine wenn man es nur lange genug hört. Nimmt man ein solches Geräusch dann nicht mehr wahr, obwohl es noch da ist, handelt es sich höchst wahrscheinlich bereits um eine Art Trance.

In der Hypnose kennt man verschiedene Stadien der Trance: Während in leichten bis mittleren Stadien das Bewusstsein noch wach ist, ist es in Tieftrance extrem eingeschränkt. Das deutet darauf hin, dass Trance generell nicht ein scharf abgrenzbares Phänomen ist, sondern die Übergänge vom normalen Wachzustand und den verschiedenen Trancestufen fließend sind und es auch verschiedene Termini gibt.

Einweihung

Bildlich übersetzt, „dass Überschreiten der Schwelle“

Eine Einweihung steht zu Anfang einer „Ausbildung“, Erweiterung des Wissens um sich selbst. Die Einweihung verleiht dem Einzuweihenden ein „Bild“ oder Symbol als ersten Schritt, mit dessen Hilfe der Einzuweihende noch zu weiterer Erkenntnis kommen kann.

Einweihungen haben 2 Seiten:

Der Einzuweihende wird in eine Gemeinschaft aufgenommen, mit, teilweise Aufgaben.

Für den Einweihenden und den Einzuweihenden findet eine Zeremonie statt.

Zu den Aufgaben gehören unter Umständen: Anerkennung der Regeln und Geheimhaltung. Mit der Einweihung erhöht sich der Einzuweihende nicht, er öffnet sich bewusst für einen neuen Weg. Im historischen Sinne gehört eine Ölung ebenfalls zu den Einweihungen. Es gab und gibt Einweihungen mit verschiedenen „Graden“. Allen gemeinsam ist der feierliche Rahmen. Alle Religionen haben Einweihungen. Im ursprünglichen Sinn ist es der I. Schritt in die mit den diversen Geheimnisse des Lebens, dem bekannt werden mit den Körpern, Erscheinungsformen und somit der Möglichkeit sich zu erkennen. Oder etwas ausgedrückt: nur „ankommen“.

Ein Wort noch zur Geheimhaltung, in mir sträubt sich alles, meines Erachtens ist Wissen für alle da. Die alten Begründungen - Wissen nur an Menschen weiterzugeben, die den Sprung über die „Schwelle gemacht haben“, also die Bereitschaft für etwas haben, mag richtig sein; Wissen aber vorbehaltlich nicht weiterzugeben halte ich aber auch für nicht richtig, jeder hat seine Geschwindigkeit. Zu warten bis jemand etwa neues erfahren will – ist richtig. Trotzdem halte die mögliche Weitergabe, also die ständige Präsens des Wissens für richtig, sei es nur um Neugier zu wecken oder immer wieder daran zu erinnern. Wenn Reinkarnation, Karma etwas ist, was wir ohne „altes“ Wissen erleben, aber jetzt leben….kann es auch schön sein, erinnert oder geweckt zu werden. Ich meine keine Missionierung! Es ist einfach zu sagen, nur mit der Kenntnis der Grundrechenarten kann ich die heilige Geometrie verstehen, hat aber einen Wert. Erlernen muss die Grundrechenarten deshalb niemand um die heilige Geometrie zu verstehen, für viele ist sie durch das Gefühl einfach da! Ist der Grundstein erst gelegt, um spirituelles Wissen, welches wir wohl verlernt haben, wieder zu entdecken und zu nutzen, kann uns dieses nur weiterhelfen. Dieses Wissen bedeutet auch zu fühlen wir (ich) sind nicht allein.

Im christlichen Sinne ist die Taufe eine Einweihung. Die Weitergabe der Reikisymbole, mit Erklärung, ist ebenfalls eine. Die Einweihungen der Logen sind komplexer; die Erklärung des Auge des Horus kann ebenfalls als Einweihung verstanden werden. Die diversen Hexentempel haben für die Aufnahme in ihren Tempel auch verschiedene Rituale.

Außerkörperliche Erfahrung

Außerkörperliche Erfahrung (AKE), bei dem der Betroffene die Empfindung hat, sich außerhalb des eigenen Körpers zu befinden und sich selbst zu betrachten. Das AKE-Phänomen wird meist von Menschen geschildert, die sich in außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen beispielsweise in Todesnähe befanden.

AKE-Erlebnisse sind von unterschiedlicher Länge und Intensität. Geschildert werden sie in der Regel als Gefühl, sich selbst neben sich stehend oder schwebend in einem gefühlten Wachzustand wahrzunehmen. Typisch ist ein Gefühl von Schwerelosigkeit und veränderte Wahrnehmungszustände wie eine „360°-Umsicht“ und „geistiges Erfühlenkönnen“ von Gegenständen.

Das AKE-Phänomen tritt nicht nur im Zusammenhang mit dem Sterben auf, sondern beispielsweise auch beim Einschlafen oder bei Übermüdung, beim Meditieren, bei Migräne. Außerkörperliche Erfahrungen wurden ferner auch unter Drogeneinfluss beobachtet, etwa beim Konsum von Cannabis, LSD, Ketamin, Psilocybin oder Meskalin. Einige Menschen können sie auch willentlich herbeiführen.

Eine Untersuchung von mehr als 50 Kulturkreisen aus dem Jahr 1979 belegt, dass in den meisten die Vorstellung existiert, der Geist oder die Seele könne den Körper verlassen. Auch die Struktur von außerkörperlichen Erfahrungen ähnelt sich weltweit. Allerdings ist die Interpretation dieser Erfahrungen wesentlich vom jeweiligen religiösen Umfeld abhängig.

Im westlichen Kulturkreis wurde die Diskussion über AKE insbesondere durch das 1975 erschienene Buch Life After Life (Leben nach dem Tod) des amerikanischen Arztes Raymond Moody angefacht, der darin zahlreiche Berichte seiner Patienten verarbeitet hat und eine umfassende Verbreitung des Phänomens postulierte. Wissenschaftler reagierten auf das Buch überwiegend skeptisch. Allerdings stützten in den nächsten Jahren die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen Moodys Verbreitungsthese.

Der Wissenschaftler Kenneth Ring befragte Ende der 1970er Jahre 102 Personen, die bereits einmal an der Schwelle zum Tod standen. Von ihnen hatten etwa 50 Prozent Erlebnisse, die in den Katalog von Nahtod-Erfahrungen fallen: Das Gefühl von „Frieden“, Loslösen vom eigenen Körper, Eintauchen in die Dunkelheit oder einen Tunnel, Sehen eines Lichtes und Eindringen in die Helligkeit. Verschiedene internationale Umfragen ergaben, dass zwischen 8 und 50 Prozent der Befragten in ihrem Leben außerkörperliche Erfahrungen erlebten. Zu den Gruppen mit dem höchsten Anteil gehörten auffälligerweise regelmäßige Cannabiskonsumenten. Die Psychologin und AKE-Expertin Susan Blackmore schätzte 1982 dass etwa 15-20 Prozent der Weltbevölkerung schon einmal in ihrem Leben eine entsprechende Erfahrung gemacht haben.

Die Einbettung des AKE-Phänomens in mythische und religiöse Bezugssysteme führte in der Vergangenheit dazu, dass AKE überwiegend in spirituellen Zusammenhängen – etwa bei der Frage von Reinkarnation, dem ewigen Leben.

Wissenschaftlich werden außerkörperliche Erfahrungen mehrheitlich als Illusionen, Flugträume, luzide Träume oder Halluzinationen erklärt. Diesem Erklärungsmuster zufolge sind die Erfahrungen Folge einer psychischen oder physiologischen Desorganisation des menschlichen Gehirns.

In der Parapsychologie wird AKE wie Hellseherei oder Telepathie als außersinnliche Wahrnehmung und energetisches Phänomen eingeordnet. Auch hier fehlen naturwissenschaftlich verifizierbare Belege, allerdings zeigen Untersuchungen, dass Personen mit angeblichen telepathischen Erfahrungen auch einen höheren Anteil von AKE-Erlebnissen haben.

Außerkörperliche Erfahrungen werden in der Regel subjektiv als völlig reale Vorgänge erlebt. Bei einem Teil der Betroffenen haben sie erhebliche psychologische Veränderungen zur Folge. Für einige der Personen liefern sie den Beweis für ein Leben nach dem Tod. Bei einer Teilgruppe führen sie zu als positiv empfundenen tiefgreifenden Persönlichkeitsveränderungen, beispielsweise einem geringeren Interesse an materiellen Werten und einer gestiegenen Empathie für andere Menschen und deren Bedürfnisse.

Ursache dafür ist nach Meinung von Psychologen, dass die Nahtod-Erfahrung dem Menschen einen kleinen Einblick in das „Wesen seines Geistes“ gibt: Im Normalfall erlebt der Mensch sein bewusstes Selbst als in seinem Körper verankert und durch ihn begrenzt. Diese Einheit von Körper und Selbst kann in bestimmten Ausnahmesituationen vorübergehend aufgeweicht werden. Die Betroffenen erleben dann den Prozess der Ablösung vom Ich-Modell und den Übergang zum Zustand des Nichtseins.

Reinkarnationstherapie

Die Reinkarnationstherapie oder Rückführungstherapie ist eine esoterisch orientierte Psychotherapie aus dem Bereich der Parawissenschaften und wird von den Krankenkassen nicht anerkannt. Sie geht ähnlich dem religiösen Karmaprinzip davon aus, dass die Ursache eines gegenwärtigen Problems in einem früheren Leben liegt und durch das Erkennen oder Wiedererleben der Ursache gelöst werden kann. Sie versucht psychische Verletzungen und andere Einschränkungen zu heilen, indem die Situation, die der Problemauslöser gewesen sein soll, noch einmal durchlebt wird. Oft werden dazu hypnotische Techniken benutzt.

Reinkarnationstherapie wird durch einzelne Therapeuten oder Schulen praktiziert, aber sie gehört auch zu den Praktiken einiger neureligiöser Gruppen.

Die meisten Richtungen der Reinkarnationstherapie gehen von folgendem aus:

Es gibt eine Reinkarnation verbunden mit einer Weiterentwicklung des Individuums über verschiedene Leben (westliche Auffassung der Reinkarnation).

Im aktuellen Leben erhält der Mensch die Möglichkeit aus seinen Handlungen in früheren Leben zu lernen (westlich interpretierte Karmalehre).

Psychische und körperliche Probleme können durch Erlebnisse in früheren Inkarnationen verursacht werden.

Eine Erinnerung an vergangene Leben ist möglich.

Bereits in frühen Hypnosen tauchten Imaginationen von Rückführungen in frühere Leben auf. Trotz einigen mentalen und physischen Verbesserungen nach solchen Rückführungen wurden diese Methoden nicht innerhalb eines therapeutischen Rahmens durchgeführt. Seit den späten 80ern hat sich der Begriff Rückführungstherapie, oder Regressionstherapie, bei den Praktizierenden durchgesetzt.

Es werden verschiedene Techniken angewandt, um die „Rückführungserfahrung“ zu erreichen. Viele Therapeuten arbeiten mit Methoden, die eine leichte Trance oder Hypnose erzeugen, beispielsweise durch hyperventilierendes Atmen. Andere Therapeuten arbeiten mit Meditation. Es gibt auch Methoden, die ohne solche Techniken auskommen.

Bei allen Methoden wird vom Klienten erwartet, dass er innere Bilder und Gedanken mitteilt, die er mit früheren Leben assoziiert. Manche Therapeuten geben ein Thema vor oder geben dem Klienten ein Stichwort, hinter dem sie versteckte Konflikte aus einer früheren Inkarnation vermuten.

Oft wird anfänglich nach Erinnerungen aus diesem Leben, an Geburt und Schwangerschaft gefragt und erst dann nach früheren Inkarnationen.

Tagtraum

Unter Tagträumen werden Bilder des inneren Auges verstanden, leichtere Formen von Bewusstseinserweiterungen. Hierbei entfernt sich die Aufmerksamkeit von den äußeren Reizen der Umwelt und unmittelbar anstehenden Aufgaben und wendet sich der inneren Welt zu. Untersuchungen zeigen, wie weitverbreitet das Tagträumen ist, wenn Menschen allein sind oder sich entspannen. Die meisten Tagträume werden als angenehm und nicht peinlich geschildert und treten kurz vor dem Einschlafen auf.

Tagträume kreisen häufig um praktische Angelegenheiten, die zukünftig zu erledigen sind, und zwischenmenschliche Fragestellungen. Unrealistische Spekulationen und Träume, die sich mit erotischen Phantasien, altruistischen Anliegen und unwahrscheinlichen Glücksfällen – wie der großen Erbschaft, dem Lottogewinn etc. – beschäftigen, kommen etwas seltener vor. Besonders Kinder neigen dazu, sich in eine imaginäre Welt zu begeben, um manchmal vor familiären Problemen, gewalttätigen Eltern und Einsamkeit zu fliehen. Zwar sind Tagträume weniger intensiv als Träume der Nacht; die Menschen aber unterscheiden sich in dem Ausmaß und der Intensität, mit denen sie sich in ihren „Luftschlössern“ einleben und die andere Welt erleben.

Bewusstsein

  • Bewusstsein als „belebt-sein“ oder als „beseelt-sein“ in verschiedenen Religionen oder als die unbegrenzte Wirklichkeit in mystischen Strömungen.
  • Bei Bewusstsein sein: Hier ist der wachbewusste Zustand von Lebewesen gemeint, der sich unter anderem vom Schlafzustand, der Bewusstlosigkeit und anderen Bewusstseinszuständen abgrenzt. In diesem Sinn lässt sich Bewusstsein beschreiben und teilweise eingrenzen. Viele wissenschaftliche Forschungen setzten hier an; insbesondere mit der Fragestellung, inwieweit das Gehirn und das Bewusstsein zusammenhängen.
  • Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben.
  • Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein.
  • Bewusstsein des Selbst und seiner mentalen Zustände: Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die sich auch darüber im Klaren sind, dass sie ein solches Bewusstsein haben. Dieses Selbstbewusstsein ermöglicht somit ein Bewusstsein von sich selbst als Individuum. Man trifft es bei Menschen und rudimentär bei einigen anderen Säugetieren an.
  • Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus sich seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt.
  • Das Unbewusste

Die historische und anthropologische Forschung zeigt, dass bereits in archaischen Gesellschaften Methoden angewendet wurden, in denen Suggestion, also die Beeinflussung vor- oder unbewusster Prozesse, eine entscheidende Rolle spielt. Beispiele dafür sind etwa der Schamanismus, der Exorzismus, „Geistiges Heilen“ und religiöse Riten.

Gemeinsam ist diesen „magischen“ Behandlungsformen in der Regel die Annahme einer ‚unsichtbaren Welt‘ hinter der sichtbaren Alltagswelt, die als Quelle einer geheimen Kraft angesehen wird. Den Zugang zu dieser – oft als lebensspendend betrachteten – Quelle wieder neu zu erschließen, erachteten die Heiler als maßgeblich für den Erfolg einer von ihnen durchgeführten Behandlung.

Das Unbewusste ist in der Psychologie jener Bereich der menschlichen Psyche, der dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist. Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass unbewusste psychische Prozesse das menschliche Handeln, Denken und Fühlen entscheidend beeinflussen, und dass die Bewusstmachung unbewusster Vorgänge eine wesentliche Voraussetzung für die Therapie von Neurosen ist. Alltagssprachlich wird es fälschlich oft als Unterbewusstsein bezeichnet. Unter diese auch als das Vorbewusstes bezeichnete psychische Region fallen alle psychischen Vorgänge und Inhalte, die im Augenblick nicht aktiviert aber im Gegensatz zum Unbewussten prinzipiell zugänglich sind und im Bedarfsfalle jederzeit wieder aktiviert werden können.

Bewusstseinserweiterung

Bewusstseinserweiterung ist ein Begriff, der auf sehr unterschiedliche Weise verwendet werden kann. Er bezeichnet zum einen eine über das alltägliche Bewusstsein hinausgehende Erfahrung, die aus einer Veränderung des Bewusstseinszustandes oder dem Erleben einer größeren Einsichts- oder Wahrnehmungsfähigkeit besteht. Es wird von Phänomenen berichtet, die vom Erlebenden als „außersinnliche Wahrnehmung“ oder „“, bzw. als Erfahrungen der Ich-Entgrenzung (mit Gefühlen der „Grenzenlosigkeit“ und der „All-Einheit“) beschrieben werden. Die Naturwissenschaft betrachtet bewusstseinserweiternde Erfahrungen als subjektiv, weil sie einer wissenschaftlichen Untersuchung in der Regel nicht zugänglich seien und über ihren Erlebniswert hinaus keine objektiv diskutierbare Bedeutung hätten.

Bewusstseinserweiterung kann auch eine Veränderung der eigenen Wahrnehmung, Standpunkte und Einschätzungen durch Lernprozesse und Selbstreflexion bezeichnen.

Unter Tagträumen werden Bilder des inneren Auges verstanden, leichtere Formen von Bewusstseinserweiterungen. Hierbei entfernt sich die Aufmerksamkeit von den äußeren Reizen der Umwelt und unmittelbar anstehenden Aufgaben und wendet sich der inneren Welt zu. Untersuchungen zeigen, wie weitverbreitet das Tagträumen ist, wenn Menschen allein sind oder sich entspannen. Die meisten Tagträume werden als angenehm und nicht peinlich geschildert und treten kurz vor dem Einschlafen auf; nur selten ist mit ihnen während der Mahlzeiten zu rechnen.

Tagträume kreisen häufig um praktische Angelegenheiten, die zukünftig zu erledigen sind, und zwischenmenschliche Fragestellungen. Unrealistische Spekulationen und Träume, die sich mit erotischen Phantasien, altruistischen Anliegen und unwahrscheinlichen Glücksfällen – wie der großen Erbschaft, dem Lottogewinn etc. – beschäftigen, kommen etwas seltener vor. Besonders Kinder neigen dazu, sich in eine imaginäre Welt zu begeben, um manchmal vor familiären Problemen, gewalttätigen Eltern und Einsamkeit zu fliehen. Zwar sind Tagträume weniger intensiv als Träume der Nacht; die Menschen aber unterscheiden sich in dem Ausmaß und der Intensität, mit denen sie sich in ihren „Luftschlössern“ einleben und die andere Welt erleben. Vermutlich hängen die individuellen Unterschiede, die von den üblichen psychologischen Tests nicht erfasst werden können, von überdauernden Persönlichkeitsfaktoren ab.

Über die biologische Funktion der Tagträume werden unterschiedliche Spekulationen angestellt. Sie könnten den Menschen antreiben und ihm helfen, langweilige Tätigkeiten zu ertragen, ein Gefühl für die Zusammenhänge seiner Vergangenheit Gegenwart und Zukunft geben. Allerdings sei es nicht ausgeschlossen, dass Tagträume keinen praktischen Wert haben und nur entstehen, weil das Gehirn dazu fähig sei.

Das Gehirn

Das Hirn teilt sich in mehrere Teile, wir unterscheiden zwischen linker und rechter Hälfte; Stammhirn, Hirnrinde; Hirnbrücke, Zwischenhirn, Stammhirn, Hirnanhangsdrüse und auch wichtig das Rückenmark als „Verteiler“ und „Übermittler“.

Zusammenfassung des Aufbaus des menschlichen Gehirns

Man unterscheidet vereinfacht vier Hauptbereiche:

Das Großhirn ist in der Mitte durch einen Einschnitt in zwei Halbkugeln (Hemisphären) geteilt. Diese sind stark gefaltet oder auch gefurcht. Zwischen den Hemisphären gibt es eine breite Verbindung aus einem dicken Nervenstrang, auch Balken genannt, und weitere kleinere Verbindungen. Die sensorischen und motorischen Felder für die rechte Körperseite befinden sich in der linken Gehirnhälfte und umgekehrt. Es gibt aber auch Zentren, die nur in einer Gehirnhälfte vorkommen, wie zum Beispiel das Sprachzentrum.

Die 2-4 mm dicke Oberfläche des Gehirns ist die Großhirnrinde.

Auf der Rinde lassen sich die so genannten Rindenfelder lokalisieren. Man unterscheidet zwischen primären Feldern und Assoziationsfeldern. Die primären Felder verarbeiten nur Informationen einer bestimmten Qualität, und zwar solche über Wahrnehmungen (Empfindung, zum Beispiel Sehen, Riechen, Berührung usw.) oder über einfache Bewegungen. Die Assoziationsfelder stimmen verschiedene Funktionen aufeinander ab. Erst das korrekte Zusammenspiel verschiedener Felder ermöglicht eine Funktion.

Am Kleinhirn lassen sich ebenfalls zwei Hemisphären unterscheiden. Zusätzlich grenzt man weitere Teile ab. Es ist zum Beispiel für Gleichgewicht und Bewegungen und deren Koordination verantwortlich. Bei Tieren ist es – im Vergleich zum Großhirn – oft stärker entwickelt als beim Menschen, insbesondere bei Arten mit Flugvermögen.

Außerdem wird dem Kleinhirn auch eine Funktion beim unbewussten Lernen zugeschrieben. Neuere Forschungen lassen darauf schließen, dass es auch am Spracherwerb und dem sozialen Lernen beteiligt ist.

Zum Zwischenhirn rechnet man vier Teile:

Der oberer Teil ist der Vermittler sensibler und motorischer Signale zum und vom Großhirn. Bei ihm laufen alle Informationen der Sinnesorgane zusammen und werden weiter vermittelt. Der Hypothalamus, Teil des Zwischenhirn, steuert zahlreiche körperliche und psychische Lebensvorgänge und wird selbst teils nerval über das vegetative Nervensystem, teils hormonell über den Blutweg gesteuert. Hypothalamus und Hirnanhangsdrüse sind das zentrale Bindeglied zwischen dem Hormon- und dem Nervensystem. Das Zwischenhirn ist beteiligt an der Schlaf-Wach-Steuerung

Der Hirnstamm ist der geschichtlich älteste Teil des Gehirns, gebildet aus dem Mittelhirn, der Brücke  und dem Nachhirn (auch verlängertes Mark, da zwischen Rückenmark und Brücke gelegen). Der Hirnstamm verschaltet und verarbeitet eingehende Sinneseindrücke und ausgehende motorische Informationen und ist zudem für elementare und reflexartige Steuermechanismen zuständig.

Im Nachhirn kreuzen sich die Nervenbahnen der beiden Körperhälften. Außerdem werden hier viele automatisch ablaufende Vorgänge wie Herzschlag, Atmung oder Stoffwechsel gesteuert. Ebenso befinden sich hier wichtige Reflexzentren, die zum Beispiel Lidschluss-, Schluck-, Husten- und andere Reflexe auslösen. Das untere Ende des Nachhirns schließt an das Rückenmark an. Das Zwischenhirn ist der Bereich, in dem Gefühle wie Freude, Angst, Wut und Enttäuschung entstehen. Es filtert den Informationsfluss von den Sinnesorganen zum Großhirn; Unwichtiges wird nicht weitergemeldet. Damit schützt es das Gehirn vor Überlastung. Das Zwischenhirn regelt auch die Körpertemperatur, den Wasserhaushalt sowie weitere lebenswichtige Körperfunktionen.

Der zweitgrößte Gehirnabschnitt ist das Kleinhirn. Seine Aufgabe besteht einerseits darin, Bewegungen zu koordinieren und den Körper im Gleichgewicht zu halten. Bewegt man beispielsweise zum Ergreifen eines Gegenstandes Ober- und Unterarm gleichzeitig, stimmt das Kleinhirn beide Teilbewegungen aufeinander ab, somit wird der Gegenstand relativ genau ergriffen. Ohne diese Tätigkeit des Kleinhirns würde der Arm ruckartige Bewegungen ausführen, die meistens über das Ziel hinausgingen.

Andererseits hat das Kleinhirn die Aufgabe, automatisierte Bewegungsabläufe zu speichern. Lernt man beispielsweise das Tanzen, so muss man die einzelnen Schritte relativ bewusst nacheinander ausführen. Hierbei regelt das Großhirn direkt die Muskulatur. Mit einiger Übung, also nach einiger Zeit des bewussten nacheinander Ausführens der einzelnen Schritte, muss man sich nicht mehr auf jeden Schritt konzentrieren. Die Bewegungsfolgen werden nun vom Kleinhirn geregelt, das während der Lernphase die zugehörigen Impulsfolgen gespeichert hat.

Dieses Skript ist mit Hilfe von Wikipedia entstanden. Hier geht es zum 2. Teil

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